SEO und SEO-Tools für Drupal Blogger
2011
Heute darf ich euch einen Gastartikel vorstellen, der recht interessant für Blogger ist, die mit Drupal arbeiten. Auch wenn die meisten Blogger mit WordPress arbeiten, gibt es immer wieder Leute, die sich auch mal auf etwas anderes spezialisieren möchten. Die Tipps sind meiner Meinung nach auch ganz interessant für Blogger, die andere CMS-Systeme benutzen, denn SEO ist für jeden sehr wichtig! Mehr über den Autor Christian Arno, findet ihr am Ende des Gastartikels.
Auch der beste mit Drupal realisierte Blog kann scheitern, wenn niemand im Internet ihn findet. Suchmaschinenoptimierung (SEO) ist daher auch für den mit Drupal arbeitenden Blogger ein Thema, um das er sich ein wenig kümmern sollte. Passende SEO Module können ihn bei dieser Aufgabe unterstützen.
Ohne Analyse taugt die beste SEO nicht
Wer den Traffic auf seiner Seite erhöhen möchte, sollte natürlich auch möglichst jederzeit wissen, wie hoch der Traffic gerade ist. Einfache statistische Daten lassen sich dabei ohne jedes Zusatzmodul erheben. Wer es etwas genauer haben möchte, greift zu Zusatzmodulen wie Google Analytics für Drupal. Neben Daten zu Seitenaufrufen, Absprungraten und durchschnittlichen Besuchzeiten kann Google Analytics dem Blogger eine ganze Reihe weiterer Daten zur Verfügung stellen, mit denen sich die Erfolge von SEO-Maßnahmen messen lassen. Etwas achten sollte man bei der ganzen Sache allerdings auf aktuelle Datenschutz-Diskussionen in Deutschland. Google Analytics gerät dabei immer wieder einmal ins Visier der Datenschützer und es bleibt spannend, wie sich die Sache weiter entwickelt.
URL: Google Analytics
„/node/12“ taugt nicht viel für SEO
Mit solch einer Pfadangabe für Artikel in einem Drupal Blog kann eine Suchmaschine wie Google nicht viel anfangen. Das Modul „Pathauto“ kreiert stattdessen einen Alias, also in diesem Fall eine Pfadangabe, die Google Informationen zum Seiteninhalt liefert. Dadurch unterstützt das Modul Google dabei, den jeweiligen Artikel inhaltlich richtig einzuordnen und bei passenden Suchanfragen in der Ergebnisliste anzuzeigen. „/seo-drupal-blog“ ist für Google (und nicht nur für Google) nun einmal deutlich aussagekräftiger als „/node/12“ oder ähnliche Bestandteile der URL eines Blog-Artikels.
URL: Pathauto
Die etwas umstrittene Bedeutung von Metatags
Metatags sind in diesem Fall Stichwörter, die den Inhalt eines Textes beschreiben. Wenn ein Text beispielsweise „Reisen nach Dresden“ als Thema hat, können Stichwörter wie „Dresden“, „Reise“, „Semperoper“, „Frauenkirche“ geeignet sein. Die Experten streiten heute über den Wert von Metatags für moderne SEO Strategien. Solange sich bei diesem Streit jedoch nicht herausstellt, dass Metatags definitiv keinerlei Bedeutung für SEO mehr haben, sollte man sie nicht vernachlässigen. Viel Arbeit macht die Sache mit den Metatags nicht. Das Tool „Nodewords“ eignet sich dafür, sie bei Bedarf automatisch zu Drupal-Seiten zuzufügen.
URL: Nodewords
Ein paar allgemeine Infos zu Keywords im Text
Für manchen Blogger bedeutet SEO alleine, aus seiner Sicht passende Keywords in den Text zu integrieren. Das ist natürlich etwas zu verkürzt, obwohl Keywords in Texten natürlich weiterhin zu den wichtigen Elementen der Suchmaschinenoptimierung gehören. Allerdings kann es durchaus auch zu viele Keywords in einem Text geben. Wenn ein Text für Google nur wie eine Hülle wirkt, in die möglichst viele Keywords gestopft wurden, wird die Suchmaschine diesen Text nicht besonders weit vorne in der Ergebnisliste passender Suchanfragen aufführen.
- Die Empfehlungen von SEO Experten für die Keyword-Dichte (Anzahl der Wörter eines Textes / Anzahl des Keywords im Text) liegen bei etwa zwei bis fünf Prozent.
- Um die Sache mit den Keywords im Text nicht ausarten zu lassen, sollten im Normalfall ein bis zwei Keywords reichen, auf die ein Text optimiert wird (z.B. bei einem Artikel zu Fahrradreisen in Südfrankreich: „Fahrradreise“, „Südfrankreich“).
- Wer ganz besonders großen Wert darauf legt, dass sein Blog bei Google vordere Plätze belegt, entscheidet allerdings nicht aus dem Bauch heraus, mit welchen Keywords er arbeitet. Das Google Keyword Tool ist nur eins der Instrumente, die bei der Auswahl passender Keywords helfen.
- Mit solchen Tools sollte man allerdings nicht alleine analysieren, welche passenden Keywords besonders häufig von Internetnutzern gesucht werden. Man sollte auch einen Blick darauf werfen, wie viele Blogs und Websites bereits Texte auf diese Keywords optimiert haben. Manchmal ist es besser, seinen eigenen Text mit Keywords zu bestücken, nach denen seltener gesucht wird, bei denen die Konkurrenz im Kampf der Blogs und Websites um vordere Plätze bei Google jedoch auch weniger hart ist.
Seitentitel und Sitemap nicht vergessen
Der Seitentitel eines Blogs oder einer Website befindet sich ganz oben im Browser und ist für SEO ebenfalls ein bedeutendes Element, in das wichtige Keywords integriert werden sollten. Dabei unterstützt das Tool „Page Title“ den Drupal-Blogger. Sitemaps sind ebenfalls wichtig. Sie sind einerseits für Besucher eines Blogs Hilfe, um sich im Blog zu orientieren. Andererseits können die Suchrobots der Suchmaschinen mit ihnen schnell in die Struktur des Blogs eintauchen und die jeweiligen Seiten indizieren. Um Sitemaps zu erstellen, eignen sich Tools wie „Site map“ oder „XML sitemap“.
URL: Page Title
URL: Site map
URL: XML sitemap
Offsite-Optimierung
Alle bisher genannten Tools helfen bei der Onpage-Optimierung eines Blogs. Links von anderen Blogs (Offpage-Optimierung) sind der zweite große Bereich von SEO-Arbeit. Hier eignen sich unter anderem der Linktausch mit anderen Blogs oder Social Media Präsenzen mit Links auf den Blog. Wertvolle Kontakte zu anderen Bloggern gewinnt man in großen Blogger- und Linktauschforen.
SEO geht nicht vor Inhalt
SEO ist wichtig, um potenzielle Besucher auf einen Blog aufmerksam zu machen. Aber auch Suchmaschinen wie Google achten immer stärker auf Qualität der Websites und Blogs, die in ihren Ergebnislisten vorne aufgeführt werden. Es gab Zeiten, in denen Blogger und Webmaster vor lauter SEO qualitativ hochwertige Inhalte vernachlässigt haben. Das war wohl damals bereits nicht der richtige Weg. Spätestens heute ist jedoch völlig klar: SEO und gute Inhalte von Websites und Blogs sind keine Gegensätze. Qualitativ hochwertige Inhalte eines Blogs sind mittlerweile das vielleicht stärkste Instrument einer guten Suchmaschinenoptimierung.
Über den Autor: Christian Arno ist der Gründer von Lingo24, einem Übersetzungsunternehmen, das professionelle Übersetzungen anbietet. Folge Christian auf Twitter unter @l24de.


Hallo Chris,
leider spiegelt sich der letzte Satz noch nicht wirklich in den Suchmaschinen wieder.
Auch wenn der Panda schon gute Arbeit geleistet hat, so richtig alles weg ist noch nicht, was eigentlich darunter fallen sollte
Hallo.
Danke für den Hinweis mit den Drupal Modulen. Das passt ganz gut, da ich mich aktuell sehr viel mit Drupal beschäftige. WordPress ist ja meiner Meinung nach nicht für alle Arten von Projekten geeignet.
Aber mittlerweile merke ich, daß es fast alles was WordPress bietet auch für andere CMS gibt.
Gruß, Max