Böser Streich: Das Handelsblatt als ungewolltes Abo

06
Feb
2011

Letztes Wochenende guckte ich ganz schön doof aus der Wäsche, als mich eine E-Mail erreichte. Es kam eine Bestätigungsmail, der Verlagsgruppe Handelsblatt, in der ich mich angeblich für ein 2 Wochen langes Abonnement entschied.

Anscheinend erlaubte sich bei mir jemand einen schlechten Scherz und meldete sich, mit den Daten aus meinem Impressum, dafür an. Verwunderlich fande ich, dass in der Mail vom Handelsblatt gar kein Link war, bei man das Abonnement auch bestätigen muss.


Da das ganze an einem Sonntag war, konnte ich erst nur eine E-Mail an das Handesblatt schreiben. Am Montag Nachmittag kam dann auch eine Antwort von Frau Martha Barth – Leiterin im Kundenservice – die nach mehr Informationen fragte. Eine Kundennummer hatte ich aber nicht und deshalb musste sie sich mit meiner Adresse zufrieden geben.

Noch am gleichen Tag, am 31.01.2011, bekam ich dann auch eine Kündigungsbestätigung. Diese endete aber erst am 03.02.2011 und sorgte dafür, dass trotzdem noch ein Handelsblatt im Briefkasten landete.

Warum das Handelsblatt aber 3 Tage braucht, bis der nichtige Vertrag gekündigt wird, ist fraglich. Wollte man da wohl noch gewollt eine Zeitung schicken? Ich könnte mich ja immerhin umentscheiden, obwohl ich mich ja gar nicht dafür angemeldet habe.

Inzwischen bekomme ich aber zum Glück keine weitere Post. Gegen das Handelsblatt habe ich persönlich auch nicht und der Kundenservice ist trotzdem recht zügig mehr E-Mail! Top!

Doch wer hat mir diesen bösen Streich eigentlich eingebrockt? Ich weiß es nicht und werde es bestimmt auch nie erfahren.

Der Autor

Mein Name ist Chris. Ich komme aus dem wunderschönen Bamberg, bin 20 Jahre alt und habe eine Ausbildung als Kaufmann in Marketingkommunikation. Ich blogge schon seit über 3 Jahren. Für mich ist mein Blog ein Hobby, bei dem ich nicht nur Erfahrungen sammeln konnte, sondern auch interessante Kontakte knüpfen durfte! Mehr über mich und den Blog gibt es unter "Blog". Google+



19 Comments

  • Christian sagt:

    Unerhört sowas. Eigentlich gehört in die Mail ein Bestätigungslink. Kann es nicht sein, das dass Handelsblatt selber ein Probe-Abo für dich “bestellt” hat, um dich auf die Zeitung aufmerksam zu machen und dich gegebenfalls als Kunden zu gewinnen? ;-) Soll es schon gegeben haben..

  • sutah sagt:

    So isses nämlich.

    Hört sich alles suspekt an.

    Ha, villeicht war es ja n engagierter Mitarbeiter der nen Vertragsabschluß brauchte um seinen Job zu behalten.

  • Tobias sagt:

    Meistens sind es ja nur kostenlose Probeabos, und oftmals kann man mit den Leuten auch gut reden um die Sache wieder zu kündigen.
    Von dem her ging es ja nochmal.

  • Laura sagt:

    Gut dass das ein kostenloses Abo war und du es so schnell gemerkt hast!

  • Abo-Frosch sagt:

    Ich glaube kaum, dass da ein überengegierter Handelsblattmitarbeiter dahinter steckt.

    Hier geht’s doch um ein kostenloses und vor allem unverbindliches Probeabo, das nicht gekündigt werden muss.

    Tippe auch eher darauf, dass sich jemadn einen Scherz erlaubt hat.

  • Oh man. Egal wer das war, es ist aufjeden Fall nicht witzig! Gut das du das wieder geregelt hast!!

  • LexX Noel sagt:

    Ist mir mit anderen DE “Firmen” auch schon passiert, wo auch kein Link in der Mail dann war. Darauf habe Ich einfach eine E-Mail mit der Adresse meines Fachanwalt für Internet-Recht zurück geschickt mit einer angefügten Kopie der vorherigen Mail.

    Danach kam dann immer nur das übliche BlaBla, das Sie sich entschuldigen und dergleichen. Ätzend solche Praktiken, wobei Ich noch nie solche in meinen Augen “Betrüger” wirklich verklagt habe. Weil es gibt bestimmte Angaben welche eine GmbH-Firma in der Mail mitführen MUSS!

  • Daniel sagt:

    Hi

    Sehr merkwürdig und natürlich auch etwas, was gar nicht mal so selten vorkommt. Genau für solche Fälle gibt es aber auch bereits ein EU-Vorstoß, der solche Arten von Verträgen verhindern soll.

    LG Daniel

  • knoxer123 sagt:

    Gut dass du es klären konntest, aber trotzdem nervig sowas -.-

  • WJM sagt:

    Das genau gleiche Handelsblatt hat mir dieses Jahr auch so ein Probe-Abonnement auferzwaengt.
    Keine Ahnung woher die meine Adresse haben.

    Nach ‘Meldung’ am 6. Januar, ’21 Ausgaben ab 10. Januar / Die Lieferung endet automatisch – Sie brauchen nichts zu tun’, und diesen Zeitungsmuell, lag 18. Februar dann der 1. Zahlungserinnerung im Briefkasten.

    Lehne bei solche Sachen uebrigens jegliche Kuendigung oder Kontaktaufnahme meinerseits ab, weil solche Kontakte/Korrespondenz sogar nochmals verzerrt/missbraucht werden koennen/koennten als Auftragsbestaetigung.
    Dabei wird das auch von Jahr zu Jahr schlimmer, und Laut Universalitaetsprinzip von Immanuel Kant ist eine Kontaktaufnahme schlecht, weil letztendlich/ernstfall 1000x nicht machbar ist (und davon eh nur hoechstens 10 beim Inkasso/Gericht landen wuerden).
    Gut ist laut Kant schon dass solche Abzocker dann vor Gericht den Schaden bekommen.
    (und sich vorher arm schreiben an Briefe/Erinnerungen/Mahnungen)
    Einfach in deren Dreck gar schmoren lassen.

    Dieser Thread war uebrigens der einzige der ich so schnell per Google fand, vielleicht melden sich noch weitere, wuerde mich interessieren von weitere Faelle zu hoeren, wie weit verbreit nun diese Abzock-Variant ist.

    Komisch: der Briefmeldung hatte in der Datum/Orts-Zeile Duesseldorf drin (=Sitz Handelsblatt), Verlag & Kundenservice sitzt aber in Wuerzburg.
    Telefax ist auch Duesseldorf, 0211.
    Erinnerung hat ebenfalls Postanschrift Verlag Wuerzburg, aber Zahlschein/Quittung zeigt wieder auf Handelsblatt Duesseldorf.

    Miese Abzocker.

  • paroli sagt:

    Ich habe heute auch ein Schreiben per Post bekommen,ich hätte angeblich ein Abo abgeschlossen über 21 Ausgaben.
    Ich habe nie ein Abo gemacht,für was auch immer.
    Ich war vor ein paar Tagen auf einer Seite für PKV,die kam mir schon komisch vor,weil sie voll war mit Zeitschriften,wie Handelsblatt und andere,habe sofort abgebrochen.
    Jetzt habe ich eine Mail an Handelsblatt Aboservice-Frau Martha Barth geschickt,ich werde keinen Cent bezahlen.

  • Meilinger sagt:

    Achtung vor diesen kostenlosen Abos “Handelsblatt” oder “Zeit”: Sie suggerieren, man bekommt etwas kostenlos. Verschachtelt ist aber geregelt, daß – wenn man sich nicht rührt – nach Ablauf des kostenlosen Abos ein kostenpflichtiger Vertrag mit allen Hammerpreisen zustande kommt. Zum Glück bin ich Jurist und habe dieses Gebahren schroff zurückgewiesen. Mit Erfolg. Der Nichtjurist wird aber immer in die Falle gelockt! Besser sind da regionale Zeitungsabos. Die sind wirklich kostenlos und enden automatisch.

  • WJM sagt:

    Diese fiese Bande Abzocker hat sich uebrigens neulich auf Email-Spam umgestellt.

  • WJM sagt:

    Wieso ‘wenn man sich nicht ruehrt’?

    Als Jurist sollten Sie wissen das ohne jegliches vorangegangenes ‘Ruehren’ (Vertragsabschluss, durch entweder einen Webseiten-Click oder Unterzeichnung) gar nix zu stande kommt, und deshalb auch nicht gekuendigt werden muss.

    *Keiner* von uns (Kommentatoren) hat auch nur jemals etwas derartiges gemacht….was soll ich mit so ein Muell-Blatt?
    Also ist das ganze ueber ein illegaler ‘Anbringer’ oder angekaufter/eingeschleuster Spam-Liste mit Email-Adressen gelaufen.
    Kriminelle Bande also, nix mehr und nix weniger.
    Dafuer braucht man kein Jurist zu sein.

    *Die* haben zu beweisen das hier ein Vertraqsabschluss stattgefunden hat. Und das koennen die einfach nicht.

    Das meist kurioese ist aber dass sich Handelsblatt al dieses an Media-Wirbel so einfach gefallen lasst, ohne Stellungnahme.
    Vielleicht nur ein extra Beweis dafuer dass die von Internet null-komma-null Ahnung haben.
    (und/oder nur panisch um’s blanke ökonomische Ueberleben kaempfen, als Zeitung)


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