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Feb 1, 2010

Posted by Chriz in Bamberg | 5 comments

Bamberg – Hain: Frau brach in der Regnitz ein

Bamberg – Hain: Frau brach in der Regnitz ein
Am Sonntag berichtete InFranken.de: 

Unglück – Eine Bambergerin ist beim Versuch, ihren Hund zu retten, selbst in das Eis eingebrochen.

Beim Gassigehen im Hain ist am Sonntag eine Bambergerin in Lebensgefahr geraten. Als sie auf dem Spazierweg zwischen dem Jahnwehr und der Buger Spitze unterwegs war, machte sich ihr Hund selbstständig und rannte aufs Eis.

Am Montag kam ein weiterer Artikel von InFranken.de online:

Rettungsaktion - Die 38-Jährige aus Walsdorf ist am Sonntag am Jahnwehr in das Eis eingebrochen als sie ihren Hund aus dem Wasser ziehen wollte. Ein unbekannter Mann hat ihr geholfen. Bei ihm möchte sie sich jetzt bedanken.

Wie konnte es überhaupt zu dieser lebensgefährlichen Situation kommen? Wie so oft war die Walsdorferin mit ihrer Mutter und den drei jungen Golden Retrievern „vom Weinbach“ aus ihrer eigenen Zucht auf einem Spaziergang durch den verschneiten Hain und nach gut einer Stunde schon wieder auf dem Heimweg. Plötzlich sah die 38-Jährige, wie die verspielte „Alma“ die Enten genauer unter die Lupe nehmen wollte, auf das Eis rannte und einbrach.

Seuckan gibt sich gefasst, als sie von ihrem Unglück und dem davon ausgelösten Rettungs-Großeinsatz berichtet. Aber sie weiß ganz genau: Der Mann, der aufs Eis robbte und sie nahe dem Hainwehr Zentimeter für Zentimeter aus der Strömung der eisigen Regnitz zog, hat ihr das Leben gerettet – und dabei sein eigenes aufs Spiel gesetzt. Sie möchte sich gerne bei ihm bedanken, aber sie kennt ihn nicht: Er ist am Sonntag in der Menge verschwunden. „Er hat bei mir auf jeden Fall was gut fürs Leben“, sagt Helen Heuckan.

„Ich hab’ gedacht, ich halte es keine Sekunde länger aus!“ Helen Seuckan ist am Sonntag gegen 15 Uhr zwischen Jahnwehr und Buger Spitze durch die dünne Eisdecke der Regnitz gebrochen bei dem Versuch, ihren Hund zu retten.

Den ganzen Artikel könnt ihr hier weiterlesen.

Meine Meinung: Wer schon mal in der Regnitz schwimmen war, der weiß, wie krass die Strömung ist. Gott sei Dank ist niemanden etwas passiert und ich hoffe, dass das Wetter wieder wärmer wird, damit so was gar nicht passieren kann. Besonders mutig war die Aktion von diesem unbekannten Mann. Es traut sich nicht jeder, sein Leben so aufs Spiel zu setzen. Immerhin ist es ja nicht ohne, wenn man in so ein Eis einbricht. Hut ab! ;)


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  1. Bescheurte Aktion von ihr und von dem Mann ebenfalls. Ich bin ausgebildeter Wasserretter und Rettungsschwimmer und würde NIEMALS eine Eisdecke ungesichert betreten, um jemandem zu helfen, der gerade eingebrochen ist.

  2. Helen Seuckan sagt:

    Hallo Torschtl,

    bei Deinen Zeilen fällt mir nur ein “Menschen sind Schaafe” & bei Deinen Worten merke ich welch´ große Beleidigung dies in Deinem Fall für die Schaafe ist.. Ich bin froh, dass es Menschen gibt wie die, die mir geholfen haben. Und ich lege meine Hand dafür ins Feuer, dass Sie auch “Schaafe” wie Dich aus dem Wasser retten würden, weil sie Herz, Verstand & Courage haben. Wären besagte Personen vor Ort bei Dominik Brunner u.ä. gewesen wären sicher diese nicht verunglückt. Es gibt eben Leute die Wegsehen, aber überall ihren unqualifizierten “Senf” dazu geben müssen ohne die konkreten Umstände zu kennen. Dir wünsche ich, dass Du immer einen Schutzengel um Dich hast & Leute, die anders sind als Du!

    Und, wenn Du vielleicht Deine eigenen Zeilen noch Mal liest & mal reflektierts wie beleidigend Du mit Deinen Worten umgehst & vielleicht Menschen damit triffst, die nicht nur für mich Helden sind..

    Alles Gute
    Helen

  3. Hallo Helen,
    ja ich gebe Dir recht, dass das beleidigend wirken mag, aber ich hab in den letzten 5 Jahren, in denen ich aktiv bei der Wasserrettung bin einfach zu oft erlebt, wie wir Leichen aus verschiedenen Gewässern gefischt haben. Oft waren Übermut und Fahrlässigkeit der Auslöser dafür, dass diese Menschen gestorben sind.

    Ich weiß, dass für viele Menschen Hunde wie ein Familienmitglied sind, aber ist es ein Hund, der ja nach wie vor ein Tier ist, wert, dass man sein eigenes Leben aufs Spiel setzt und noch das von anderen (in diesem Fall des des Retters) hochgradig gefährdet?

    Natürlich war das keine rationale Entscheidung von Dir, sondern eine Affekthandlung und alles was ich mit meinem Kommentar sagen wollte war, dass es dumm war und zwar von Dir und deinem Retter – das kann und darf nicht verharmlost werden.

    Ich freue mich natürlich, dass dieses Mal alles gut gegangen ist, aber die Regel ist das sicher nicht. Zivilcourage ist eine Sache, die es unbedingt zu stärken gilt, jedoch nicht unter Höchstgradiger Gefährdung des eigenen Lebens. Das ist meine Meinung und zu der stehe ich.

    Alles Gute auch für dich

  4. Helen Seuckan sagt:

    Hallo Torschtl,

    na, das hört sich doch gleich anders an :-)

    Du hast natürlich Recht indem was Du hinsichtlich Fahrlässigkeit u.ä. sagst. Man kann juristisch aber ein Leben nicht gegen ein anderes abwägen, das weisst Du sicher, wenn Du Dich not “Rettung” im Allgemeinen beschäftigst. Wie Dir sicher aus den Medien bekannt ist, habe ich über 8 Jahre lang Schulungen für Notwasserungen (Ditching) & Notlandungen migemacht. Hierzu kann ich Dir nur nach der Erfahrung einiger Notlandungen sagen, dass NICHTS wie geplant läuft & dennoch die Schulungen wie auch in meinem Fall instinktiv zum “richtigen” Handeln verleiten. Im Übrigen handelt auch jeder, der in ein Flugzeug heutzutage steigt mindestens 100 Mal so fahrlässig wie ich mit der Sache vergangenen Sonntag. Mehr sage ich dazu nicht. Und dieser Gefahr setzt man sich nicht aus, um ein Leben, das sich in Gefahr befindet zu retten, sonder, um einefach mal nach seinem Gusto in Urlaub zu fliegen..

    Good Luck, im Wasser & in der Luft!

    Viele Grüße
    Helen

  5. yash_hh sagt:

    Also hier muss ich ja mal kurz was grundsätzliches Fragen bzw. ansprechen.

    Also Helen….
    Mit 3 Hunden Typ Golden Retriever alleine unterwegs zu sein und zu glauben man hätte die voll unter Kontrolle…. finde ich grenzwertig vor allem da die Tiere scheinbar ohne Leine unterwegs waren. Wie sonst hätte sich Alma auf das Eis begeben können? Und an der Leine hätte man vermutlich auch bereits den Hund bergen können.

    Nächster Punkt ist wie kann man dem Hund nachgehen. Simple Logik gebietet das Mensch schwerer als Hund! Da muss ich torschtl begrenzt recht geben. Besser ein toter Hund als ein toter Hund und ein toter Mensch.

    Zu dem Retter sei gesagt, wir wissen nicht was das für ein Mann war noch wie sich ihm die Situation dargestellt hat als er vor Ort war. Auch dieser Mann wird nicht wahllos sein Leben aufs Spiel gesetzt haben sondern eine bewusste Entscheidung getroffen haben. Riskant war es allemal und da es geklappt hat und niemand gestorben ist kann man dem Mann nur danken und gratulieren.

    Worauf ich hinaus will ist das diese Situation wenngleich durch einen -ich nenne ihn jetzt auch mal so- “Helden” gerettet doch nichts anderes ist als eine selbst verschuldete Notlage. Im Winter muss ich als Hundehalter mir klar sein das Es da Eis gibt und meine Hunde gut genug kennen um zu wissen ob sie hören und bei mir bleiben oder eben nicht. Wenn dem nicht so ist nehme ich mir nicht mehr Hunde mit als ich an der Leine beaufsichtigen kann also einen Hund oder wenn ich kräftig genug bin auch zwei.

    Liebe Helen Seuckan, ich bin froh das ihnen und den Hunden bei der Aktion nichts schlimmeres passiert ist. Aber ich möchte auch darauf hinweisen das das führen von Tieren jeder Art eine gewisse Umsicht sowie Verantwortung vorraussetzt. Wäre dem Mann etwas geschehen und ihnen so hätte mann sich sicher genau diese Fragen gestellt “Wie konnte es dazu kommen?” und dann wäre der Held noch immer einer aber sie eben kein Opfer mehr sondern etwas anderes.

    So nur meine kurze Meinung dazu ich will damit niemanden beleidigen oder angreifen sondern nur darstellen wie ich diese Geschichte sehe.

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